Mehr als 400 Milliarden Dollar an Produktionsinvestitionszusagen von Pharmaunternehmen in 11 Tagen. Das war die anfängliche Reaktion der Industrie auf die Exekutivanordnung von Präsident Donald Trump vom 2. April 2026, die 100%-Zölle nach Section 232 auf Marken- und Patentmedikamente sowie auf pharmazeutische Wirkstoffe verhängt – die größte sektorale Zollmaßnahme in der US-Geschichte und eine Wette darauf, dass wirtschaftlicher Druck auf importierte Medikamente die inländische Lieferkette wieder aufbauen kann, die drei Jahrzehnte der Verlagerung ins Ausland zerstört haben.
Die im Federal Register am 3. April veröffentlichte Anordnung legt einen Zollsatz von 100 % auf importierte Marken- und Patentmedikamente sowie deren pharmazeutische Wirkstoffe fest, wobei große Hersteller ab dem 31. Juli 2026 dem vollen Satz unterliegen und kleinere Produzenten bis zum 29. September Zeit haben. Für befreundete Handelspartner gelten differenzierte Sätze: Die Europäische Union, Japan, Südkorea und die Schweiz unterliegen einem bereits bestehenden Zoll von 15 %; das Vereinigte Königreich einem von 10 %. Unternehmen, die sich zum Bau von US-Produktionsstätten verpflichten, erhalten einen Übergangssatz von 20 %, der bis zum 2. April 2030 auf 100 % steigt.
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