Die Expansionsankündigung signalisiert etwas, das in der stadtweisen Berichterstattung untergeht: Waymo meldete am Montag, zum ersten Mal Rentabilität auf Fahrtenbasis erreicht zu haben. Jede Fahrt generiert nun mehr Einnahmen, als sie im Betrieb kostet. Das ist nicht dasselbe wie Gesamtprofitabilität — Alphabet investiert weiterhin stark in Hardware, Kartierung und Forschung & Entwicklung — aber es bedeutet, dass die Einheitswirtschaft des Unternehmens sich gedreht hat. Das war nicht der Fall, seit das Unternehmen erstmals begann, Fahrten in Rechnung zu stellen, und es verändert die grundlegende Frage, die Investoren und Analysten stellen — von „Wird das jemals ein echtes Geschäft?" zu „Wie schnell skaliert es?"
“Jede Fahrt generiert nun mehr Einnahmen, als sie im Betrieb kostet.”
Die Wettbewerbslandschaft hat sich erheblich zugunsten von Waymo vereinfacht. General Motors stellte den Robotaxi-Betrieb von Cruise Ende 2023 nach einem Fußgängervorfall in San Francisco ein. Amazons Zoox unterhält eine begrenzte Testpräsenz in Las Vegas, hat aber keine kommerzielle Größenordnung erreicht. Teslas Full Self-Driving-Funktion erzeugt erhebliche Verbraucheraufmerksamkeit, hat jedoch in keiner US-amerikanischen Stadt die Zulassung für den echten fahrerlosen kommerziellen Betrieb erhalten; FSD erfordert im Rahmen der aktuellen bundesstaatlichen und staatlichen Regulierungsrahmen weiterhin einen menschlichen Sicherheitsfahrer. Das Feld hat de facto Waymo als kommerziell operierenden Akteur, während alle anderen in unterschiedlichen Abständen hinter einer erheblichen Lücke zurückliegen.
Wichtige Erkenntnisse
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- →self-driving cars: Waymo announced expansion to Atlanta, Miami, Nashville, Denver, Seattle, and Washington D.
Die Sicherheitsbilanz verdient eine prominentere Berichterstattung, als sie typischerweise erhält. Über 20 Millionen fahrerlose Meilen in Waymos US-Märkten verzeichnete das Unternehmen null selbstverschuldete Unfälle mit schweren Verletzungen. Wendet man nationale Verkehrssicherheitsstatistiken auf dieselbe Strecke an, die von menschlichen Fahrern in vergleichbaren städtischen Umgebungen gefahren wird, ergibt sich eine Projektion von etwa sechs bis acht Unfällen mit schweren Verletzungen. Der Vergleich ist nicht ein perfekter Äpfel-zu-Äpfel-Vergleich — Waymo operiert innerhalb spezifischer geofenced Zonen und in generell günstigen Wetterbedingungen — aber die Richtungslücke ist real und wächst, je größer die gefahrene Kilometerzahl wird.
Das überraschende Hindernis für Waymos Expansion war weder die Technologie noch die regulatorische Sicherheitszulassung. Es war die Arbeitspolitik. In Austin und Los Angeles verzögerte sich der Rollout um drei bis sechs Monate aufgrund von Lobbyarbeit der Taxi- und Rideshare-Fahrerverbände sowie spezifischer Bestimmungen, die in die städtischen Genehmigungsrahmen eingefügt wurden und Community-Benefit-Agreements erforderten. Diese Vereinbarungen — finanzielle Beiträge zu Transitfonds, obligatorische Berichterstattung über die Verdrängung menschlich gesteuerter Fahrzeuge, Einstellungsverpflichtungen für menschliche Rollen in der Supportinfrastruktur — werden derzeit in Atlanta, Miami, Nashville und Denver vor Betriebsbeginn verhandelt. Der Prozess ist legitimerweise langsamer, als der Technologie-Zeitplan es als notwendig erscheinen lässt.
Alphabets Gesamtinvestition in Waymo seit seinen Anfängen als Google-Forschungsprojekt im Jahr 2009 wird nicht vollständig offengelegt, aber Schätzungen von Analysten, die das Unternehmen verfolgen, beziffern die Gesamtausgaben auf 40–50 Milliarden Dollar. Rentabilität auf Fahrtenbasis lässt diese Zahl nicht klein erscheinen. Was sie jedoch tut, ist die Lücke zwischen „teurem Forschungsprojekt" und „Geschäft" zu schließen — auf eine Weise, die beeinflussen wird, wie Alphabets Vorstand und Investoren über die zukünftige Kapitalallokation der Sparte denken.
CEO Tekedra Mawakana erklärte in einem Pressegespräch am Montag, dass Waymo innerhalb von 36 Monaten in 20 oder mehr US-Städten tätig sein werde. Der Zeitplan ist ambitioniert. Er ist es auch, in diesem besonderen Moment, auf eine Art und Weise, die glaubwürdig statt werbend wirkt.