Ukrainische Drohnen trafen in den Stunden vor der Morgendämmerung des 18. April 2026 ein Öldepot im besetzten Sewastopol auf der Krim sowie die Nowokuibyschewsk-Ölraffinerie in der russischen Oblast Samara, wie mehrere russische Telegram-Kanäle und Beobachtungsaccounts berichteten. Im Hafenbereich der Bucht Kasatschja Bay in Sewastopol war ein großes Feuer sichtbar, während Explosionen in der gesamten Stadt und im nahe gelegenen Ort Nowofedoriwka zu hören waren, als die russische Luftabwehr die ganze Nacht über aktiv wurde.
In der Oblast Samara brach am Morgen des 18. April in der Nowokuibyschewsk-Raffinerie ein weiterer Brand aus, nachdem Drohnen offenbar das Gelände der Anlage durchdrungen hatten. Die Raffinerie liegt rund 950 Kilometer östlich von Moskau und ist eine der mittelgroßen russischen Rohölverarbeitungsanlagen. Das ukrainische Militär hatte bis zum Mittag des 18. April keine offizielle Erklärung zu den Angriffen abgegeben, und das vollständige Ausmaß der Schäden an beiden Standorten war zunächst nicht bestätigt.
Die nächtlichen Angriffe fügen sich in ein Muster ein, das die Ukraine seit Ende 2025 beibehält. Ukrainische Streitkräfte trafen zwischen Januar und Februar 2026 insgesamt 13 russische Öl- und Gasanlagen, wie Ukrainska Prawda am 3. März 2026 berichtete, und haben seither weiterhin Raffinerien und Lagerziele angegriffen. Kiews strategische Logik ist eindeutig: Jedes Barrel an Raffinierungskapazität, das vom Netz genommen wird, mindert die Kraftstoffeinnahmen, die Russlands Militär finanzieren. Ukrainische Offizielle haben öffentlich erklärt, dass Angriffe auf Ölinfrastruktur ein legitimes Mittel zur Verkürzung des Krieges seien – auch wenn die Vereinigten Staaten Kiew zeitweise gedrängt haben, Angriffe zu reduzieren, die sich auf die globalen Energiepreise auswirken könnten.