John Williams' „E.T."-Melodie schwebte am 16. April 2026 durch das Colosseum im Caesars Palace, noch bevor ein einziges Filmbild zu sehen war, und das Publikum aus Kinobetreibern – eine Menge, die sich sonst selten zu offenkundigen Gefühlsausbrüchen hinreißen lässt – spendete Steven Spielberg stehende Ovationen, die mehr als drei Minuten andauerten, bevor er das Mikrofon erreichte.
Es war Spielbergs erster Auftritt beim CinemaCon, dem jährlichen Branchentreffen, bei dem Hollywood-Studios kommende Filme den Kinoketten vorstellen, die sie zeigen werden. Der 79-jährige Regisseur wählte diesen Anlass, um Footage aus „Disclosure Day" zu präsentieren – seinem ersten Science-Fiction-Film seit acht Jahren und seiner kommerziell ambitioniertesten Produktion seit „Ready Player One" im Jahr 2018. Das ist kein Zufall. Spielberg hat die streamingzentrierten Modelle, die die Kinofenster verkleinert haben, offen kritisiert, und die Wahl des CinemaCon als Startplattform ist ebenso sehr ein Statement über das Kino als Medium wie eine Marketingentscheidung.
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