Vizepräsident JD Vance landete am Mittwochmorgen in Islamabad und vollzog damit den direktesten diplomatischen Schritt der Trump-Administration seit Beginn des US-israelischen Krieges gegen den Iran vor siebenundzwanzig Tagen. Der Besuch ist gleichzeitig eine Geste des guten Willens gegenüber Pakistan – das durch seine Rolle als Vermittler sein eigenes regionales Ansehen aufs Spiel gesetzt hat – und ein Eingeständnis, dass dem Weißen Haus die Zeit davonläuft. Das fünftägige diplomatische Zeitfenster, das Präsident Trump am 24. März genehmigt hatte, läuft Samstag um Mitternacht Ostküstenzeit ab. Achtundvierzig Stunden verbleiben.
Die Reise wurde vorab nicht öffentlich angekündigt – eine bewusste Sicherheitsvorsichtsmaßnahme, die leitende Regierungsbeamte gegenüber der Associated Press bestätigten. Vance traf sich drei Stunden lang mit dem pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif im Haus des Premierministers, woraufhin beide Seiten nahezu identische Erklärungen veröffentlichten, in denen die Gespräche als „substanziell, offen und konstruktiv" bezeichnet wurden – diplomatische Sprache, die Fortschritte signalisiert, ohne sich auf Einzelheiten festzulegen. Bekannt ist, dass Pakistan Irans bedingtes Interesse an Verhandlungen übermittelt hat und dass Islamabad offiziell angeboten hat, direkte US-Iran-Gespräche auszurichten – ein Schritt über die bloße Nachrichtenübermittlung hinaus.