In sechs Tagen, am Morgen des 29. März, wird sich der Mond zwischen die Erde und die Sonne schieben und das erste bedeutende Finsternisereignis erzeugen, das seit 2024 von bewohnten Gebieten aus sichtbar ist. Es handelt sich um eine ringförmige Sonnenfinsternis — gemeinhin als „Feuerring"-Finsternis bezeichnet — was bedeutet, dass der Mond bei maximaler Bedeckung entlang des zentralen Pfades die Sonnenscheibe nicht vollständig bedeckt. Ein heller Ring aus Sonnenlicht bleibt um die Silhouette des Mondes sichtbar. Das ist beeindruckend. Es ist auch jener Finsternistyp, der die meisten Menschen mit Augenschäden in die Notaufnahme bringt — aus Gründen, die weiter unten direkt angesprochen werden.
Der Pfad der Ringförmigkeit verläuft vom Atlantischen Ozean westlich von Afrika, trifft auf den Nordwesten Marokkos und Nordalgerien, überquert die Straße von Gibraltar, durchquert den Nordwesten Spaniens und Portugals, zieht über Irland und Schottland, streift Island und endet im Arktischen Ozean nördlich von Spitzbergen. Städte innerhalb oder sehr nahe am ringförmigen Pfad sind unter anderem Fès in Marokko, A Coruña und Santiago de Compostela in Galicien sowie Reykjavik auf Island, wo die Feuerring-Phase je nach genauem Standort innerhalb des Pfades zwei bis vier Minuten dauern wird. Die maximale Finsternis — der Punkt auf der Erdoberfläche, an dem die Winkelausrichtung am präzisesten ist — ereignet sich über dem offenen Atlantik gegen 10:47 Uhr UTC.
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