Russlands militärische Frühsommer-Kampagne in der Ukraine ist nicht länger nur erwartet worden — sie hat begonnen. Frontberichte vom Freitagmorgen zeigen, dass russische Streitkräfte rund zwei Kilometer östlich von Iwanowka in der Region Donezk vorgerückt sind und Stellungen am Nordufer des Flusses Woltscha gesichert haben, einer taktisch bedeutsamen Wasserlinie, die ukrainische Kommandeure seit Januar zu halten versucht hatten. Die Bewegungen, wenngleich maßvoll, stellen die ersten Schritte dessen dar, was Militäranalysten des Institute for the Study of War als eine mehrachsige Offensive beschreiben, die darauf ausgelegt ist, die ukrainischen Defensivreserven zu strapazieren.
Auch an der Dobropolsky-Front nordwestlich von Grischino entwickelte sich am Freitag russischer Angriffsdruck, wobei ukrainische Kräfte von Aufklärungsangriffen in drei verschiedenen Unterabschnitten gleichzeitig berichteten. Das Muster entspricht Russlands bewährtem Vorgehen: Druck über einen breiten Bogen ausüben, um die dünnsten ukrainischen Verteidigungspunkte zu identifizieren, bevor schwerere kombinierte Verbände eingesetzt werden.
Continue reading to see the full article