Die Zahlen, die den Händlern am Freitagmorgen auf ihren Terminals erschienen, erzählten eine klare Geschichte – und es war keine erfreuliche. Der Dow Jones Industrial Average verlor am Donnerstag 793,47 Punkte – ein Rückgang von 1,73 Prozent – und schloss bei 45.166,64. Der S&P 500 fiel um 1,67 Prozent auf 6.368,85. Der Nasdaq gab um 2,15 Prozent auf 20.948,36 nach. Insgesamt liegen alle drei großen Indizes nun im Monatsverlauf mehr als 7 Prozent im Minus. Der Schuldige ist nicht eine einzelne Gewinnwarnung oder ein missglückter Fed-Kommentar. Es ist Rohöl – und es ist struktureller Natur.
Brent-Rohöl stieg am 8. März erstmals seit 2022 über 100 Dollar pro Barrel und kletterte weiter auf einen Höchststand von knapp 126 Dollar – ein Niveau, das zuletzt beim Preisanstieg nach dem russischen Großangriff auf die Ukraine Anfang 2022 erreicht wurde. Ursache ist die faktische Schließung der Straße von Hormus, der 34 Kilometer schmalen Meerenge, durch die normalerweise rund 20 Prozent des weltweiten Ölangebots und ein erheblicher Teil von Katars Flüssigerdgasexporten fließen. Die Meerenge ist für kommerzielle Tanker seit dem Beginn der US-israelischen Militärkampagne gegen den Iran am 28. Februar faktisch gesperrt.
Continue reading to see the full article