Am siebenundzwanzigsten Tag der US-israelischen Militärkampagne gegen den Iran tötete ein gemeinsamer Luftangriff Alireza Tangsiri, den Kommandeur der Marine der Islamischen Revolutionsgarden, in einer Operation, die US-Beamte als „High-Value-Target"-Einsatz bezeichneten. Die IRGC bestätigte den Tod innerhalb weniger Stunden und erklärte Tangsiri zum Märtyrer — dem höchstrangigen iranischen Militäroffizier, der seit Beginn der Kampagne am 28. Februar getötet wurde. Irans Reaktion erfolgte umgehend: Zwei Salven ballistischer Raketen, insgesamt vierzehn Geschosse, wurden in Richtung Zentralisrael abgefeuert. Die israelische Luftabwehr fing elf davon ab, bevor drei dünn besiedelte Gebiete nahe Beerscheba trafen, vier Zivilisten töteten und einunddreißig verletzten.
Tangsiri hatte die IRGC-Seestreitkräfte seit 2018 kommandiert und war der Architekt der Blockadestrategie in der Straße von Hormuz, die seit dem dritten Tag des Konflikts etwa 20 Prozent des globalen Ölangebots eingefroren hat. Sein Tod wirft unmittelbare Nachfolgefragen für Irans Marinekommando auf — genau in dem Moment, in dem der diplomatische Druck zur teilweisen Wiedereröffnung der Meerenge seinen Höhepunkt erreicht. Westliche Geheimdienstbeamte teilten Reuters mit, dass sein Stellvertreter, Konteradmiral Hamid Validi, vorübergehend das Kommando übernommen hat, doch Validi gilt in der Blockadenfrage als Hardliner — eine Tatsache, die die laufenden Friedensrahmen-Gespräche erschweren könnte.
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