Die Kommunalwahlen endeten am Sonntag mit einer Wahlbeteiligung von 57 %. Die extreme Rechte gewann einige Städte, verlor aber die Großstädte – und Paris hat einen neuen Bürgermeister.
Frankreich hat am Sonntag den zweiten Wahlgang seiner Kommunalwahlen abgehalten, und rund 35.000 Gemeinden im ganzen Land haben nun neue – oder wiedergewählte – Kommunalregierungen. Die Wahlbeteiligung lag bei etwa 57 %, eine deutliche Verbesserung gegenüber der historisch niedrigen Beteiligung von 2020, jedoch noch unter der Marke von 63 % aus dem Jahr 2014.
Die Schlagzeile, die Marine Le Pens Rassemblement National angestrebt hatte: eine Welle lokaler Siege, die Schwung für das Präsidentschaftsrennen 2027 aufbauen würde. Die Schlagzeile, die sie bekamen: bestenfalls gemischte Ergebnisse, mit Gewinnen in kleineren Städten, aber weiterhin keinem Durchbruch in Frankreichs Großstädten.
Paris blieb links. Der sozialistische Kandidat Emmanuel Grégoire gewann die Bürgermeisterwahl und folgte damit seiner Parteikollegin Anne Hidalgo nach – ein Ergebnis, das kaum jemanden überraschte, der den Wahlkampf verfolgt hatte. Lyon und Marseille blieben ebenfalls unter linker oder Mitte-links-Kontrolle. Toulouse verblieb beim traditionellen rechten Lager.
“Lyon und Marseille blieben ebenfalls unter linker oder Mitte-links-Kontrolle.”
Der RN konnte kleinere Gemeinden für sich gewinnen – jene Art von Städten, in denen Ängste vor Einwanderung und Frustration über die Lebenshaltungskosten die Politik seit Jahren umgestalten. Doch die großen symbolischen Siege, jene, die internationale Schlagzeilen dominiert hätten, blieben aus.
Wichtige Erkenntnisse
→France: Socialist candidate Emmanuel Gregoire won the Paris mayoral race, succeeding fellow party member Anne Hidalgo.
→Elections: Socialist candidate Emmanuel Gregoire won the Paris mayoral race, succeeding fellow party member Anne Hidalgo.
→Europe: Socialist candidate Emmanuel Gregoire won the Paris mayoral race, succeeding fellow party member Anne Hidalgo.
→French Municipal Elections: Socialist candidate Emmanuel Gregoire won the Paris mayoral race, succeeding fellow party member Anne Hidalgo.
La France Insoumise, die Linksaußen-Partei unter Jean-Luc Mélenchon, erlebte ebenfalls eine gemischte Nacht. In einigen Arbeitervororten der Großstädte stark, in anderen kaum präsent.
Das Wahlsystem selbst änderte sich in wichtiger Hinsicht. Gemeinden mit weniger als 1.000 Einwohnern übernahmen erstmals dasselbe System, das bislang größeren Städten vorbehalten war, und Paris, Lyon sowie Marseille nutzten ein Zwei-Wahlgang-Verfahren – einen zur Wahl der Gemeinderäte, die dann den Bürgermeister bestimmen.
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Was bedeutet das für 2027? Sowohl die extreme Rechte als auch die extreme Linke werden diese Ergebnisse als Beweis für ihren Aufwind darstellen. Keiner wird die Orte erwähnen, wo er schwach abgeschnitten hat. Die Mitte und die traditionelle Rechte werden auf ihre Kontrolle über die Großstädte als Beleg dafür verweisen, dass französische Wähler, wenn es um die tatsächliche Gestaltung ihres Alltags geht, noch immer gemäßigten Pragmatismus bevorzugen.
Das eigentliche Rennen beginnt jetzt.
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Wer hat die Pariser Bürgermeisterwahl 2026 gewonnen?
Der sozialistische Kandidat Emmanuel Grégoire gewann die Pariser Bürgermeisterwahl und folgte damit seiner Parteikollegin Anne Hidalgo nach.
Hat die extreme Rechte die französischen Kommunalwahlen gewonnen?
Der Rassemblement National erzielte gemischte Ergebnisse: Er gewann kleinere Gemeinden, scheiterte jedoch in den Großstädten wie Paris, Lyon und Marseille, die unter linker oder Mitte-links-Kontrolle blieben.